Freizeitparks- und Achterbahnen

 

Canada´s Wonderland 28.10.2012 und New York

 

 

 

Von Cleveland aus flogen wir am 22.10.2012 wieder zurück nach Newark, um uns ein paar Tage New York zu gönnen.

New York ist in jedem Fall eine Reise wert. Hier ein paar Auszüge der besten Bilder für die, die es interessiert:



Yellow Taxis


Grand Central Terminal




Giftige Muffins


Hofbräu Haus mitten in New York


Das Empire State Building:




Blick vom Empire State Building bei Nacht:




Chrysler Building


Flatron-Building


Rockefeller-Center






Time Square





Die Freiheitsstatue






Ground Zero




und Memorial 9/11 (Museum, das aussieht wie ein umgestürzter Tower)
direkt auf Ground Zero


Neues World Trade Center:


Trump Tower






Macys, das größte Kaufhaus


Brooklyn Bridge




Blick von der Brooklyn Bridge bei Nacht




Central Park








China Town


Guggenheim-Museum


St.John´s Cathedral




Am Samstagmittag, den 27.10.2012 flogen wir dann von Newark nach Buffalo zu den Niagarafällen.
Die Niagarafälle trennen übrigens die USA von Kanada.





Nachmittgs ging es dann per Auto 180 km weiter nach Vaughan ins Courtyard Marriot in Kanada. Das Hotel ist sehr zu empfehlen.



Das Wetter war, wie man unschwer erkennen kann, alles andere als gut.
Schuld waren die Ausläufer von Hurricane "Sandy", der sich nun über New York austobte und dem wir nur knapp entkommen waren.
Es hieß, dass Toronto nur Ausläufer mitbekommen sollte.
Alle Flüge von und nach New York waren bereits gecancelt.

Die "Ausläufer" reichten uns schon.
Dauerregen, eiskalte Sturmböen und 4 Grad erwarteten uns am Sonntag bei der Ankunft in Canada`s Wonderland.



Aber was tut man nicht alles, um Bericht erstatten zu können!

Auch hier hatten wir vorab die Eintrittkarten über das Internet gekauft, und eigentlich wollten wir auch einen Fastpass dazuhaben, was aber glücklicherweise nicht geklappt hatte bei der Buchung.

Es stellte sich jetzt heraus, das der Park eigentlich fast nur für uns geöffnet hatte, da außer uns kaum jemand so extrem war, bei solch einem Wetter in den Freizeitpark zu gehen.
Die Bahnen machten fast alle nur Leerfahrten bis auf die absoluten Publikumsmagnete wie Leviathan und Behemoth.
Hier traf man mal die ein oder andere Menschenseele.

Angezogen wie die Michelinmännchen und Ganzkörperplastiktüte stürzten wir uns wild entschlossen ins "Vergnügen".
Schließlich mußten wir in der Öffnungszeit von 10.00 bis 17.00 so viel wie möglich fahren. Aber unsere Chancen standen ja Dank des miesen Wetters ganz gut.

Unser erstes Ziel: "Leviathan"
Schluß mit der Warterei und dem Entgegenfiebern!

Unser Weg führte uns in der International Street an sehr nasser Halloweendeko vorbei





und weiter Richtung "Themenbereich" Medieval Faire.





Sehen konnten wir ihn schon, aber die Eingänge zu den Attraktionen waren teilweise sehr schwer zu finden.



Aber wenn man ein Ziel hat, erreicht man es auch!
Und so sah es in der Station aus:



Also schnell in der ersten Reihe einsteigen und los.





Und das erwartete uns:

93 m Höhe, 80 Grad steiler First Drop und eine Geschwindigkeit von 148 km/h und stylisches Aussehen.
Bei Regen eine echte Herausforderung, da jeder Tropfen bei der Geschwindigkeit echt weh tut.

Aaaber hauptsache fahren!























Irgendwie erinnerte uns dieses Element an eine der besten Achterbahnen auf diesem, unseren Planeten- "Silver Star"









Die Fahrt war super, aber insgesamt zu kurz und die Schlussbremse aus einem 45 Grad Winkel gefiel auch nicht.



Da die Bahn erst Anfang Mai 2012 eröffnet wurde, läuft sie sehr ruhig- eben typisch B&M.
Wir hoffen sehr, dass das auch so bleibt und man auf diesen schönen Coaster aufpasst und ihn auch pflegt.
Als wir uns allerdings die Unterbringung für die Züge angesehen haben, hatten wir schwere Bedenken.
In dieser Art "Carport" sind sie Wind, Temperaturen und je nach Richtung des Windes sogar Regen ausgesetzt.



Sehr schade.
Da sieht man auch hier- ähnlich wie in Cedar Point- wo die Prioritäten gesetzt werden.
Lieber immer neue Bahnen, als die alten instand zu halten.
Sehr traurig, wenn man einen "Ferrari" dann so behandelt.
Jegliches Theming fehlte auch hier und wenn man sich dann noch diese billige Wellblechhütte am Ende des First Drop angesehen hat, denkt man sich auch, dass es dann wohl für eine vernünftige Gestaltung nicht mehr gereicht hat.
Insgesamt sehr lieblos und einem solchen Coaster nicht würdig.

Als nächstes wollten wir den Woodie "Wild Beast" zähmen, fanden allerdings den Eingang absolut nicht.
Wenn man bei Leviathan einfach weiterläuft, sollte man eigentlich dort ankommen, aber wir liefen direkt auf "The Bat", vergleichbar mit "Speed of Sound" im Walibi Holland, zu.
Hierbei handelt es sich um keine geschlossene Strecke, sondern die Bahn fährt einen Weg hin, stoppt, und fährt denselben Weg rückwärts.
Wieder mal nichts für uns, aber wir haben sie gerne fotografiert.







An "The Bat" vorbei, kamen wir zu bereits bekannten Bahnen und damit auch Klassikern:

"The Fly" eine wilde Maus



und ein Kiddycoaster "Thunder Run", der dem Alpenexpress aus dem Europapark auf den ersten UND zweiten Blick verdammt ähnlich sah.
Und siehe da, auf unser Nachfragen hin stellte sich heraus, dass die Bahn von Heinrich Mack gebaut wurde.



Was ein wenig nervig war, und besonders auch in Cedar Point bei allen Bahnen, dass man sich zusätzlich zum Bügel immernoch anschnallen mußte.
Hier in Canada`s Wonderland bildeten Behemoth und Leviathan die Ausnahmen von der "Gurtpflicht".
Gott sei Dank!

"Vortex" war unsere nächste Anlaufstelle.













Diese Art von Bahn hatten wir in Cedar Point aufgrund des Zeitmangels ja leider weglassen müssen, holten dies jedoch an dieser Stelle nach.

Inzwischen regnete es in Strömen und machte ein normales Geradeausschauen während der Fahrt unmöglich.
Aber das, was wir sehen konnten, hat von den Effekten her richtig Spaß gemacht. Man rast teilweise sehr nah an der Wasseroberfläche des Sees vorbei. Wir können uns vorstellen, dass dieser Coaster bei trockenem Wetter sicherlich sehr viel Freude gebracht hätte.

In der Nachbarschaft von "Vortex" befinden sich zwei Wildasserbahnen:

Eine klassische "Timberwolf Falls"





und eine Raftingbahn "White Water Canyon"





Beide gesperrt um diese Jahrezeit.
Ein wenig traurig sehen solche Bahnen außer Betrieb ja schon aus...
Vor allem so ungepflegt und verlassen.

"Kidzville", mit dem Miniwoodie "Ghoster Coaster" und "Silver Streak" und "Planet Snoopy" umgingen wir aus Versehen, da die Wege doch, wie schon gesagt, etwas verworren waren.

Vielleicht war es auch gar kein Versehen, da einige Teile des Freizeitparks auch gesperrt waren.

Nun ging es aber weiter zu einem Standingcoaster:"Skyrider"
Hier war gar nichts los und eine Leerfahrt jagte die nächste.









Gegenüber befindet sich der Themenbereich "Splash Works", ein Wasserpark, der auch ganz verlassen dalag.



Außerdem sahen wir aber noch etwas: Gelb und gut: "Behemoth"



Davor liegend der Woodie "Mighty Canadian Minebuster", den wir schnell noch fuhren, bevor wir endlich bei Behemoth angelangt waren.



"Mighty Canadian Minebuster" ist eine ganz hübsche, aber schwer zu fotografierende Holzachterbahn, mit einem "Out and back", d.h. das man die Strecke, die man hingefahren ist, parallel wieder zurückfährt.
Eine ganz nette Bahn, die man zwischendurch mal fahren sollte.

Nun aber zu Behemoth.
Fast identisch zu "Silver Star" im Europapark, nur etwas kleiner mit 70 m, 75 Grad Gefälle, und auch etwas langsamer mit 124 km/h.
Viele Camelbacks und auch Airtime, aber mit derselben Problematik wie "Shambhala" in Port Aventura.
Die Züge sind zu lang durch die V-förmige Anordnung der Sitze, das sie dieselbe Abfertigungskapazität haben sollen wie die alten Bahnen, und dadurch kommt es wahrscheinlich zu einem abrupteren Ende der Airtime als bei "Silver Star".
Zwei Elemente sind ebenso anders. Es gibt eine Spirale und wieder die Schlußbremse aus 45 Grad, die wirklich blöd ist und uns mit jeder Fahrt unsympathischer wurde.
Wenn man durch die Spirale fährt, bauen sich schon ordentliche G-Kräfte auf, die einen doch sehr in den Sitz pressen.
Wer das mag, ist hier richtig.
Was nicht so schön war, waren die Sitze. Die neuen Sitze von B&M, wie bei "Leviathan" und "Shambhala", konnten nicht überzeugen.
Sie sind nicht so komfortabel, wie die alten z.B. von "Silver Star".
Zudem lag bei den letzten beiden Camelbacks von "Behemoth" noch ein toter Vogel auf den Schienen, der dort wohl auch schon etwas länger lag.
Dass man sowas nicht mal entfernen kann, verstehen wir nicht.

Aber insgesamt war die Fahrt mit "Behemoth" sehr schön und vor allem ein wenig abwechslungsreicher und länger als die mit Leviathan, sodass wir uns zwischen den beiden nicht entscheiden konnten.
Die eine schneller, höher und ruhiger, dafür aber kürzer und nicht so abwechslungsreich, die andere mehr Elemente aber langsamer und nicht ganz so hoch.
Also setzten wir sie zusammen auf den dritten Platz unserer internationalen Top Twenty.



















Auch die Aufnahme von "Behemoth" im Dunkeln mit seinem leuchtenden Streifen am Lifthill erinnerte uns stark an den von "Silver Star" im Europapark.



Und weil sie so schön sind, hier nochmal Leviathan und Behemoth zusammen:



Ein wenig verdeckt durch den First Drop von "Behemoth" befand sich unsere Entdeckung des Tages:
Der "Backlot Stunt Coaster". Eine kleine Bahn mit nettem Beverly Hills Thema und mehreren kleinen Launches.
Das hat Spaß gemacht!









Unser Weg führte uns nun zu "Time Warp", der kurzfristig aufgrund eines technischen Defektes außer Betrieb war, aber nach ca. einer halben Stunde wieder fuhr.

Eine ganz komische Aufmachung für einen Flying-Coaster und eine Art des Lifthills den wir so ähnlich nur von der Eurosat oder der Euromir im Europapark kennen. In einer Rundtour werden die einzelnen Züge nach oben transportiert.









Von vorne sahen die Züge ja schon merkwürdig aus,



aber von hinten hätten wir jetzt zunächst auf "Forelle im Gitter auf dem Grill" getippt.



Von dieser "Forellenfixierung" merkt man allerdings so gar nichts, sadass man während der Fahrt gezwungen ist, sich richtig gut festzuhalten, um ein Rausfallen-es sind auch einige Inversionen dabei- zumindest gefühlsmäßig, zu verhindern.
Die Fahrt an sich war sehr aufrüttelnder Natur, sodass wir nach dem Ausstieg schnell zur nächsten Achterbahn türmten.

Allerdings war dies "Flight Deck", und so kamen wir vom Regen in die Traufe.
Von Regen hatten wir allmählich genug und so ließen wir auch diese Bahn ungefahren.
Es handelte sich nämlich wieder um einen "Coaster von der Stange".
"Limit" im Heidepark und "MP-Express" im Movie- Park lassen grüßen.
Baugleich und sogar fast dieselbe Farbe- wahrscheinlich gab es die damals nur in dieser Farbe.







Als wir uns dem Ausgang näherten, war es auch schon 17.00.
Gegessen hatten wir den ganzen Tag vor lauter Staunen und Achterbahnen fahren nichts und auch die Toiletten wurden nur einmal aufgesucht,wobei das das Schlüsselwort ist.
Suchen mußte man sie in der Tat, da wirklich gar nichts ausgeschildert war.

Wir wären gerne noch einmal Leviathan gefahren, aber ein vor Kälte Zähne klappernder Operator, versuchte uns zu sagen, dass schon Feierabend sei.

So fuhren wir, durchnässt und mit triefender Kamera, wieder ins Hotel.
Bilder machen war eine echte Herausforderung, da viele Faktoren gute Bilder verhinderten.
Entweder wehte der Wind unser Plastikcape vor die Linse, wenn man dann das Plastikcape beiseite schieben wollte, regnete es die Linse voll, und wenn man sie dann abgeputzt hat, hingen die Reste des amerikanischen Billigtaschentuchs auf der Linse und wenn man diese wiederum entfernen wollte, beschlug die Linse.
Wenn einem bis dahin die Finger nicht abgefallen waren vor Kälte, konnte man versuchen ein Bild zu machen.

Also war jetzt im Hotel erstmal essen und ein Bad im Whirlpool angesagt.



Später am Abend, nachdem alle Klamotten wieder halbwegs trocken waren, kehrten wir zum Parkplatz von Canada`s Wonderland zurück, wo wir auch ohne großen Widerstand eingelassen wurden.
Die 15 Dollar hatten wir ja schon bezahlt...
Zu unserem großen Erstaunen fuhren die Bahnen wieder und wir sollten auch erfahren warum.
Halloween Haunt von 19.00-0.00.
Eigentlich wollten wir nur Bilder von den Bahnen im Dunkeln haben, aber wir hätten noch gute 1,5 Stunden Nachtfahrten mitnehmen können.
Da es aber immernoch unaufhörlich regnete und die Temperatur mittlerweile bei 3 Grad war, verzichteten wir darauf noch einmal nass zu weden und zogen nach den Bildern, die wir diesmal vom Auto aus machten, unverrichteter Dinge wieder ab.
Hätte es nicht mehr geregnet, hätten wir uns dieses Event sicherlich nicht entgehen lassen.







Am nächsten Tag flogen wir abends gegen 19.30 von Toronto aus wieder nach Frankfurt.
Einen Tag später war Hurricane "Sandy" in Toronto.
Mal wieder Glück gehabt!!

 

 

 

 

Redaktion: Christine Stanitsas
Presse-und Öffentlichkeitsarbeit parksonline.de

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